Ein ganz besonderer Start ins neue Jahr!

Hejsan,

Ich wünsche euch allen ein gesundes neues Jahr und freue mich auf viele spannende Projekte mit euch, von euch und um euch herum. Diesmal habe ich mir sogar auch ein paar Überlegungen über das kommende Jahr gemacht. Auf einige Projekte freue ich mich schon riesig, aber momentan plagt mich jedoch noch die Kraftlosigkeit und verlorengegangene Motivation. Die letzten Wochen, sogar Monate waren doch sehr anspruchsvoll und nervenaufreibend.  In der letzten Zeit legte sich ein Schatten über all die Vorhaben die ich hatte. Meine Arbeit, meine Kinder, mein Haushalt waren/sind teilweise so schwer zu Stämmen, dass ich manchmal kraftlos zusammensinke. Die Krankheiten der Kinder, die Hausarbeit – würde ich doch viel lieber kreativ sein. Und die Arbeit, die mich manchmal zu Überstunden gezwungen hat. Wenn es nicht den Papa geben würde, wäre ich weinend in einer Ecke gelandet. Aber irgendetwas hielt und hält mich Stabil. Ich bin nicht Krank geworden (bis jetzt), hatte genug Kraft und Liebe für die Familie, schaffte meine Arbeit und den Haushalt und fand gelegentlich am Abend Zeit für ein Hobby, aber meine innere Motivation hielt sich in Grenzen.

Ich weiß das es vielen Müttern und Vätern so geht. Es ist nicht einfach dem täglichen Wahnsinn immer zu 100% gerecht zu werden. Deshalb schreibe ich  heute einmal nicht nur die schönen Dinge. Denn genau hinter diesen schönen Bildern und schönen Dingen die wir Schaffen und schreiben steht eben immer auch ein Leben, welches seine Höhen und Tiefen hat und das uns manchmal zwingt ungewollt einen Schritt kürzer zu treten. Momentan lebe ich in der Angst mich bei meinen Zwillingen mit Windpocken angesteckt zu haben, denn niemand weis ob ich sie jemals hatte. Eine Angst die mich innerlich zermürbt. Warum? Angst vor den unglaublich starken Schmerzen und davor für eine unglaublich lange Zeit ans Bett gefesselt zu sein. Bete ich doch zum Universum das ich verschont bleibe, aber durch die letzten Wochen hat sich ein zarter Schleier verkleidet als Pessimismus über mich gelegt. Habe ich in den letzten 3 Wochen meine Kinder bei ihrer Krankheit täglich begleitet und gesehen wie stark sie darunter gelitten haben. Phia hat zu allem Übel noch eine Entzündung bekommen und muss jetzt Medizin nehmen. Ein Kampf den ich täglich dreimal kämpfe. Es flossen nicht nur aus den Augen der Zwillinge die Tränen. Stärke ist manchmal ein ganz schöner Kraftakt. >>schluchz<<

Umso mehr halte ich meine Augen offen und genieße die kleine Freuden die sich mir in den Weg stellen. Ein Wolkenfeuer baute sich zum Neujahr vor mir auf, ein Wort das mein Sohn erfand.

Oder als ich eines Morgens unterwegs war, um meiner wöchentlichen Joggingrunde nachzugehen und um frische Luft zu atmen. Ich beobachtete die Gutenmorgenzeit, von meiner Tochter erfunden, ein Naturspecktakel bei dem sich der Nebel über den See zur Seite schiebt und der Landschaft langsam Farben schenkt.

Momente die ich genieße und denen ich so dankbar entgegenblicke in einer Zeit wo alles so extrem schnelllebig ist. Momentan suche ich Kraft in den kleinen Momenten der Ruhe, aber die Arbeit muss getan werden und ich möchte den Weg zurückfinden – zu Euch zu meinen Lesern und zurück, zum Nähen, zur Kreativität.

Eigentlich hatte ich mir schon lange keine Ziele für ein kommendes Jahr gesetzt, aber dieses Jahr wollte ich aus der Routine heraus in eine neue Realität. Also habe ich mit ein paar Überlegungen und Ziele und somit eine neue Motivation geschaffen. Dabei habe ich bemerkt, dass ich wieder etwas mehr für mich machen möchte. Ich möchte gelegentlich mehr in mich hineinhören, mich selbstbewusster dem Leben stellen und euch mit auf diese Reise nehmen.

Ziele im Jahr 2018:

  1. Ich möchte mehr für mich nähen und weniger im Geschäft kaufen.
  • Eine Hose
  • Eine paar Basic Shirts
  • Eine Jacke
  • Unterschiedliche Kleider
  • Möchte meinen Quilt fertig stellen
  1. Möchte mir gern wieder ein paar Schuhe für mich selber machen, diesmal geschlossene.
  2. Habe mit dem skizzieren und aquarellieren wieder angefangen und möchte das gern erneut vertiefen.
  3. Ich möchte einen Artikel schreiben über Menschen und Dinge die mich inspirieren
  4. Ich freue mich riesig auf die Arbeit als Probenäherin für The Crafting Cafe
  5. Ich werde meine Maskenbildnerei und Arbeit aus dem Blog herausnehmen und damit zu Instagram wechseln und dort ein paar Bilder zurücklassen.
  6. Stockholm vorstellen und eine kleine Entdeckungsreise durch Stockholm unternehmen und euch mit auf diese Reise nehmen (das wird ein längeres Projekt).
  • sollte jeder gesehen haben …
  • Tipps für Touristen
  • Was ich an diesem Land/Stadt so liebe und was ich verachte
  1. Ich würde gern wieder etwas von meinen Sauerteigbroten zeigen
  • Typisch schwedisch
  • Meine Favoriten
  • Hochziehen eines Sauerteigs
  • Selbstgemachte Pizza mit Sauerteig
  1. Ich liebe Musik und ich würde gerne eine Playlist mit meinen Favoriten erstellen und bei Spotify und somit auch für euch öffentlich machen
  2. Was wisst ihr eigentlich über mich. Ich möchte einen Blogbeitrag schreiben über (Lustige) Tatsachen von Mir
  3. Etwas machen was ich sehr gut kann und mit euch teilen.
  4. Meine Zwillinge sind mir in allem immer noch das wichtigste und ich möchte natürlich hier den beiden immer einen Platz in Form von Beiträgen schenken und euch berichten wie sie sich entwickeln.

Habt ihr vielleicht noch ein paar Anregungen für mich. Her damit!  Und ich bin gespannt was ihr so für Ideen habt. Vielleicht könnt ihr euch vorstellen ein Projekt zu starten und braucht noch Unterstützung, lass es mich unbedingt wissen, ich bin immer interessiert an neuen Herausforderung.

Ich hoffe ihr freut euch wie ich mich auf ein neues spannendes Jahr. Ich werde es vermutlich am Anfang noch ein bisschen ruhig angehen bis alle wieder Fit sind. Aber am wohlsten fühle ich mich schließlich immer noch – an der Nähmaschine, momentan vor meinem Skizzenbuch und in der Natur mit meinen Kindern, dort wo schöne Momente der Ruhe auf mich warten.

Ich bin also auf dem besten Weg zurück und blicke dem neuen Jahr voller Hoffnung entgegen.

Ha det så bra! Stora Kramar!

Vivo

Und weil ich heute sehr zuversichtlich bin und ich wieder Hoffnung geschöpft habe, geh ich heute damit zum Freutag.

5 thoughts on “Ein ganz besonderer Start ins neue Jahr!

  1. Liebe Vivo,

    es ist wichtig sich auch mal Auszeiten zu nehmen…sonst merkt man irgendwann das die Kreativität nicht mehr so richtig flutschen will…das kenne ich auch. Aber sich Zeit nehmen und sich an die vielen tollen Dinge zu erfreuen ist wichtig. Der Rest kommt dann auch wieder von ganz alleine! 🙂
    Weniger zu kaufen und mehr selbst zu nähen finde ich klasse und drücke dir die Daumen das du es wie geplant hinbekommst.

    Liebe Grüße die Nähbegeisterte

    1. Vivo la vita

      Vielen lieben Dank! Auszeiten brauchen wir alle mal und vielleicht sollte es genau jetzt der Zeitpunkt sein alles etwas ruhiger anzugehen, aber ich liebe es auch etwas mit meinen Händen zu machen, deshalb sind manche meiner Auszeiten immer nur von kurzer Dauer. Und wenn ich nicht all meine Projekte schaffe dann lass ich mur noch ein paar für 2019 😉. Herzlich Vivo

  2. Rivo

    Meine liebste Vivo,
    als ich deinen Beitrag gelesen habe wollte ich stop stop sagen. Du hast dir so viel vorgenommen und deine Motivation für das neue Jahr ist so hoch.
    Du hast so viele alte Gedanken mit ins neue Jahr genommen , die dich in ein (kleines) emotionales Loch gezogen haben . Manchmal kommen solche Momente, wenn man auf Arbeit wieder viele Überstunden macht, wo einem einfach die Zeit davon rennt, weil ja auch noch der Haushalt wartet und mit den Kindern möchte man ja auch noch etwas Zeit verbringen, Krankheiten kommen und gehen und dann machen sich diese Emotionen breit. Kennst du die tiefe Traurigkeit die man verspürt ohne das gerade irgendetwas passiert ist. In der einen Sekunde war noch alles o.k. und im nächsten Moment geht es dir total beschissen oder du liegst alleine zu Hause auf dem Sofa guckst die Decke an und dann kommen einem die Tränen weil man sich so kaputt fühlt.
    Jetzt stellt sich die Frage Heulsuse oder sensibel.
    *
    Deine vielen Projekte die dir jetzt im Kopf herumschwirren, die du so gerne vollenden möchtest, weil sie dich einfach beflügeln und glücklich machen werden alle in Erfüllung gehen.
    Räum dir die Zeit ein die du brauchst um dich zu verwirklichen.
    Und es ist ganz wichtig das ihr euch gegenseitig unterstützt , eure Liebe zeigt, Unstimmigkeiten aus der Welt diskutiert und Verständnis für den Partner zeigt. Ich weiß das deine kleinen Zwerge immer an erster Stelle stehen werden und das es einen schon traurig macht sie leiden zu sehen ( im Moment durch die Windpocken). Du wirst sehen in ein paar Wochen wird es dir wieder gut gehen . Ihr werdet alle wieder gesund und froh sein . Du wirst dir Ende Januar eine Auszeit nehmen , auf andere Gedanken kommen, andere Menschen sehen und deine neuen Projekte werden Funken sprühen. Kopf hoch meine Liebe. 2018 wird ein gutes Jahr. Küsschen

  3. Liebe Vivo,
    ich schließe mich Rivo an – plane und mache nicht so viel.
    Deine Liste ist so pickepackevoll, da darf wirklich nichts dazwischen kommen um diese abzuarbeiten. Wo bleibt der Spaß und der Freiraum für Neues?
    Du musst weder anderen noch Dir beweisen, was Du alles bewältigen kannst!
    Du lebst in eienm der schönsten Länder, die ich kenne, doch ich kenne auch, was die Dunkelheit und der Winter mit den Menschen dort so anstellen kann.
    Mach langsam. Genieße die Zeit mit deinen Kindern, auch wenn sie wie jetzt krank sind. Freue dich, dass du einen verlässlichen Partner an deiner Seite hast. Lebe. Das geht auch ohne bloggen und den noch schnelleren sozialen Netzwerken (die ich durch ihre Schnelligkeit beinahe schon unsozial finde).
    Ganz liebe Grüße,
    Karin
    Mit ganz vielen

    1. Vivo la vita

      Vielen Lieben Dank für eure ehrlichen Worte. Ich nehme sie mir gern zu Herzen und auch mit ins neue Jahr. Vielleicht habt ihr recht, die Liste ist zu lang. Ich werde versuchen einiges davon zu realisieren und einiges aufzusparen für ein anderes Jahr, was diesem folgen wird, aber schön war es all die Dinge die mir im Kopf herumschwirrten und geordnet werden wollten, auszuschreiben. Ich glaube es half mir wieder etwas Klarheit ins Dunkel zu bringen. Herzliche Grüsse Vivo

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